Paket verloren oder beschädigt: Meldung im Chat, Entscheidung beim Team
Wie ein Assistent Meldungen zu verlorenen und beschädigten Paketen mit den nötigen Angaben und Fotos aufnimmt und an Ihr Team gibt, ohne Ersatz oder Erstattung zuzusagen.
In einfacher Sprache
Ein Paket kann fehlen, als zugestellt gelten und doch weg sein oder kaputt ankommen. Jeder dieser Fälle braucht andere Fragen. Der Assistent fragt nach Bestellung, Problem, Datum, Verpackung, betroffenen Teilen und Kontaktweg. Fotos nimmt er nur an, wenn Sie Anhänge eingeschaltet haben. Der Kunde bestätigt die Meldung, dann geht sie an Ihr Team. Ob es Ersatz oder Geld zurück gibt, entscheidet Ihr Team. Der Assistent sagt dazu nur, was so in Ihren Unterlagen steht. Den Kunden schickt er nicht pauschal zum Paketdienst.
In den Wochen vor Weihnachten steigt in vielen Onlineshops die Zahl der Nachrichten zu Sendungen, die nicht ankommen, die als zugestellt gelten, aber fehlen, oder die beschädigt beim Kunden eintreffen. Wer schreibt, ist meist verärgert, und die erste Nachricht enthält selten alles, was das Team für die Bearbeitung braucht. Ein Assistent auf der Website kann diese Meldungen annehmen, aus Ihren hinterlegten Versand- und Reklamationsbedingungen mit Quelle antworten, die fehlenden Angaben erfragen, Fotos entgegennehmen, wo Anhänge eingeschaltet sind, und den Fall nach Bestätigung als Vorgang an die zuständige Stelle geben. Über Ersatz, Erstattung oder die Frage, wer den Schaden trägt, entscheidet er nicht. Dieser Beitrag beschreibt die drei typischen Fälle, die Rechtslage beim Versand an Verbraucher, die Angaben einer bearbeitbaren Meldung, den Weg zum Team und die Zusagen, die im Chat nichts zu suchen haben.
Beschriftungen der Abbildung
- Nicht angekommen
- Sendung bleibt aus
- Zugestellt gemeldet
- aber nicht auffindbar
- Beschädigt
- oder Posten fehlen
- Aufnahme im Chat
- Bestellnummer
- Art des Problems
- Datum
- Zustand der Verpackung
- Betroffene Posten
- Gewünschter Kontaktweg
- Fotos, falls eingeschaltet
- Zusammenfassung bestätigen
- Vorgang mit vollem Verlauf
- Anfrage, Ticket oder Übergabe
- Stelle per Regel bei Übergabe
- Versand
- Kundenservice
- Entscheidung beim Team
- Ersatz, Erstattung, Frist, Schuldfrage
- Anhänge ab Werk aus · Bilder, PDF, höchstens fünf je Gespräch
- Nicht im Chat
- Sendungsverlauf
- Kontakt Paketdienst
- Nachforschung
- Schadensprüfung
Drei Fälle, drei Wege
Eine Paketmeldung ist kein einheitliches Anliegen. Ob eine Sendung ausbleibt, als zugestellt gilt, aber nicht auffindbar ist, oder beschädigt ankommt, verändert die Fragen, die der Assistent stellen muss, und die Stelle, die den Fall im Haus übernimmt. Bei einer ausgebliebenen Sendung geht es zuerst darum, ob sie nach Ihren Versandbedingungen überhaupt schon da sein kann. Bei einer gemeldeten, aber fehlenden Zustellung zählt, wo das Paket abgelegt sein könnte und ob ein Nachbar es angenommen hat. Bei einer Beschädigung zählen der Zustand der Verpackung und die Frage, welche Posten betroffen sind. Den passenden Weg findet der Assistent nur, wenn er den Fall zuerst einordnet.
| Fall | Typische erste Nachricht | Was zuerst zu klären ist | Wer weiter bearbeitet |
|---|---|---|---|
| Nicht angekommen | „Meine Bestellung ist noch nicht da.“ | Bestellnummer, Bestelldatum und ob die Lieferzeit nach Ihren Bedingungen schon verstrichen sein kann | Stelle Versand |
| Als zugestellt gemeldet, aber nicht da | „Laut Benachrichtigung zugestellt, aber hier ist nichts.“ | Tag der Zustellmeldung, möglicher Ablageort oder Nachbar, ob alle Pakete einer Bestellung fehlen | Stelle Versand |
| Beschädigt oder unvollständig | „Der Karton war eingedrückt, die Vase ist zerbrochen.“ | Zustand der Verpackung, betroffene Posten, Fotos von Verpackung und Ware | Stelle Kundenservice |
Dieser Beitrag behandelt die Meldung nach dem Versand. Wie ein Assistent Fragen zu Versand und Lieferzeit vor dem Kauf aus Ihren Versandregeln beantwortet, steht im Beitrag zu Versand und Lieferzeit im Chat. Kommt die Ware heil an, hat aber einen Mangel, geht es um Gewährleistung; das behandelt der Beitrag zu Reklamation und Gewährleistung im Chat. Hier geht es um das, was zwischen Lager und Haustür verloren geht oder Schaden nimmt, und darum, wie die Meldung darüber geordnet beim Team ankommt.
Wer das Versandrisiko trägt
Im Chat liegt ein Satz nahe: „Bitte wenden Sie sich an den Paketdienst.“ Das Bürgerliche Gesetzbuch ordnet die Frage, wer das Risiko eines Verlusts auf dem Transportweg trägt, in drei Schritten. Die Grundregel steht in § 446 Satz 1 BGB:
Mit der Übergabe der verkauften Sache geht die Gefahr des zufälligen Untergangs und der zufälligen Verschlechterung auf den Käufer über.
Für den Versendungskauf verlegt § 447 Absatz 1 BGB diesen Zeitpunkt nach vorn: Versendet der Verkäufer die Ware auf Verlangen des Käufers an einen anderen Ort als den Erfüllungsort, geht die Gefahr über, „sobald der Verkäufer die Sache dem Spediteur, dem Frachtführer oder der sonst zur Ausführung der Versendung bestimmten Person oder Anstalt ausgeliefert hat“. Für den Verbrauchsgüterkauf schränkt § 475 Absatz 2 BGB diese Vorverlegung ein. Ein Verbrauchsgüterkauf ist nach § 474 Absatz 1 BGB ein Vertrag, durch den ein Verbraucher von einem Unternehmer eine Ware kauft, also der typische Fall im Onlineshop mit Privatkunden. Dort heißt es:
§ 447 Absatz 1 gilt mit der Maßgabe, dass die Gefahr des zufälligen Untergangs und der zufälligen Verschlechterung nur dann auf den Käufer übergeht, wenn der Käufer den Spediteur, den Frachtführer oder die sonst zur Ausführung der Versendung bestimmte Person oder Anstalt mit der Ausführung beauftragt hat und der Unternehmer dem Käufer diese Person oder Anstalt nicht zuvor benannt hat.
Nach diesem Wortlaut geht die Gefahr beim Versand an einen Verbraucher nur dann schon mit der Übergabe an den Paketdienst über, wenn der Käufer den Paketdienst selbst beauftragt hat und der Unternehmer ihn nicht vorher benannt hat. Beauftragt der Shop den Versand selbst, wie es im Onlinehandel üblich ist, greift die Vorverlegung in der Regel nicht, und es bleibt bei der Übergabe an den Kunden als Zeitpunkt nach der Grundregel. Gemeint ist dabei die Gefahr des zufälligen Untergangs und der zufälligen Verschlechterung. Wer im Einzelfall für einen Schaden einzustehen hat, ob eine Sendung als übergeben gilt und was mit Geschäftskunden vereinbart ist, beantworten diese Vorschriften allein nicht. Diese Fragen klärt Ihr Team, im Zweifel mit fachlicher Beratung.
Sechs Angaben für eine bearbeitbare Meldung
Damit das Team eine Meldung bearbeiten kann, ohne zurückzuschreiben, braucht es wenige, aber feste Angaben. Sechs davon tragen in der Regel jeden der drei Fälle. Nach seiner Anweisung fragt der Assistent sie nacheinander ab, übernimmt, was der Kunde schon geschrieben hat, und fragt nur nach dem Rest: Wer die Bestellnummer in der ersten Nachricht nennt, wird in der Regel nicht noch einmal danach gefragt.
| Angabe | Wozu sie dient | Wie der Assistent fragt |
|---|---|---|
| Bestellnummer | Ordnet die Meldung der Bestellung in Ihrem System zu | „Wie lautet Ihre Bestellnummer? Sie steht in der Bestellbestätigung.“ |
| Art des Problems | Legt fest, welcher der drei Fälle vorliegt und welche Stelle zuständig ist | „Ist das Paket nicht angekommen, als zugestellt gemeldet, aber nicht da, oder beschädigt angekommen?“ |
| Datum | Zeigt, ob die Sendung noch unterwegs sein kann oder wann der Schaden auffiel | Fragt nach dem Tag der Zustellmeldung oder dem Tag, an dem das Paket ankam |
| Zustand der Verpackung | Hilft dem Team, einen Transportschaden einzuordnen | „War der Karton von außen beschädigt, nass oder geöffnet?“ |
| Betroffene Posten | Trennt einen Teilschaden von einer ganz fehlenden Sendung | Fragt, welche Artikel fehlen oder beschädigt sind, bei mehreren Paketen je Paket |
| Gewünschter Kontaktweg | Legt fest, wie das Team antwortet | Fragt nach E-Mail oder Rufnummer und nach dem bevorzugten Weg |
In XICBOT werden solche Angaben im Gespräch erfragt, nicht über ein vorgeschaltetes Formular. Welche sechs Angaben das sind, steht in der Anweisung des Assistenten; er fasst sie vor der Weitergabe zusammen, und sie stehen damit im Anliegen des Vorgangs und im Gesprächsverlauf. Als Pflichtfeld markieren lässt sich nur, was die gewählte Bauform kennt: bei der Anfrage ins Postfach Name, E-Mail, Telefon und das Anliegen, bei der Übergabe dieselben Kontaktangaben und der Grund, beim Ticket Betreff, Beschreibung, E-Mail und die Bestellnummer als Bezug. Fehlt ein solches Pflichtfeld, wird nichts angelegt, und der Assistent erhält die Anweisung, danach zu fragen. Ein eigenes Feldschema hat nur eine eigene Aktion, die Ihr System bedient; sie wird im Paket Individuell eingerichtet und legt keinen Vorgang im Postfach an. Wie ein Assistent Angaben zu Gerätestörungen vollständig aufnimmt, beschreibt der Beitrag zur Störungsmeldung im Chat.
Fotos von Verpackung und Ware
Bei einem beschädigten Paket sagt ein Foto oft mehr als jede Beschreibung: der eingedrückte Karton, die nasse Ecke, das zerbrochene Teil im Füllmaterial. In XICBOT kann der Kunde solche Bilder im Chat hochladen, wenn Anhänge für den Assistenten eingeschaltet sind; ab Werk sind sie abgeschaltet. Die hochgeladenen Dateien hängen am Vorgang und liegen nicht in einem zweiten Kanal; gespeichert bleiben sie aber höchstens so lange wie das Gespräch, aus dem sie stammen. Für die Annahme gilt:
- Bilder werden als PNG, JPEG oder WebP angenommen, Unterlagen als PDF.
- Je Gespräch nimmt der Assistent höchstens fünf Dateien an.
- Die Art einer Datei wird an ihren ersten Bytes erkannt, nicht an der Endung und nicht an der gemeldeten Angabe.
- Ein Anhang wird nicht ausführbar ausgeliefert und nicht zwischengespeichert.
- Für Anhänge der Besucher steht ab Werk keine eigene Aufbewahrungsfrist; Sie tragen sie in Tagen selbst ein. Mit dem Gespräch gehen auch seine Anhänge, wenn die Gesprächsfrist abläuft, bei einem neuen Konto ab Werk nach 90 Tagen; die Anfrage bleibt. Planen Sie die Gesprächsfrist so, dass die Fotos bis zum Abschluss eines Schadensfalls vorliegen.
Hilfreich sind drei Aufnahmen: die Verpackung von außen, die geöffnete Verpackung mit dem Füllmaterial und die beschädigte Ware selbst. Das Versandetikett trägt Name und Anschrift; für die Meldung reicht in der Regel die Bestellnummer, ein Foto des Etiketts ist meist nicht nötig. Ob der Schaden auf dem Transport entstanden ist und was daraus folgt, beurteilt Ihr Team anhand der Bilder, nicht der Assistent. Wie sich Fristen für Chatprotokolle samt Anhängen begründet festlegen lassen, beschreibt der Beitrag zu Löschfristen für Chatprotokolle.
Vom Gespräch zum Vorgang
Ist die Zusammenfassung bestätigt, geht die Meldung als Vorgang an Ihr Team. In XICBOT ist jede Aktion, die etwas schreibt, an eine Bestätigung gebunden, und das gilt ausdrücklich auch für das Anlegen eines Tickets (Paket Individuell): Der Kunde sieht vorher, was übergeben wird, und erst sein Klick löst die Aktion aus. Welche Wege es gibt und wie sie abgesichert sind, beschreibt die Seite zur Tool-Steuerung.
| Weg | Was entsteht | Wann er passt |
|---|---|---|
| Anfrage ins Postfach | Ein Vorgang mit Name, Kontakt und Anliegen, verknüpft mit dem Gespräch und den vorher hochgeladenen Dateien, angelegt nach Bestätigung | Wenn Ihr Team Meldungen im Postfach von XICBOT bearbeitet |
| Ticket im angebundenen Ticketsystem | Ein Ticket über eine Anbindung an Ihr Ticketsystem (Paket Individuell), als schreibende Aktion an die Bestätigung gebunden | Wenn Reklamationen bei Ihnen in einem Ticketsystem laufen |
| Übergabe an einen Menschen | Das Gespräch wird auf eskaliert gesetzt, ein Eintrag angelegt und ein Mensch benachrichtigt | Wenn der Kunde einen Menschen verlangt oder eine Regel zur Übergabe greift |
Bei einer Übergabe entscheiden Ihre Weiterleitungsregeln, welche Stelle den Fall bekommt, nicht der Assistent. Sie suchen ihre Schlüsselwörter im Grund der Übergabe und im Titel des Gesprächs, der aus der ersten Nachricht entsteht, für Paketmeldungen etwa „noch nicht da“ und „zugestellt“ für die Stelle Versand, „kaputt“, „zerbrochen“ und „beschädigt“ für den Kundenservice. Trägt ein Text Schlüsselwörter mehrerer Regeln, etwa „zugestellt“ und „beschädigt“, gewinnt die Regel, die in der Reihenfolge weiter oben steht; die Regel für Schäden gehört deshalb vor die für den Versand. Eine Anfrage ins Postfach bekommt keine Stelle, und ein Ticket verteilt Ihr Ticketsystem nach seinen eigenen Regeln. Ohne passende Regel bleibt eine Übergabe ohne Stelle und fällt im Postfach auf, statt still bei der falschen Person zu landen. Eine zweite Übergabe im selben Gespräch mit denselben Angaben löst keine zweite Nachricht aus. Wie eine Übergabe an Menschen grundsätzlich aufgebaut sein sollte, beschreibt der Beitrag zur Übergabe an Mitarbeiter.
Der Chat meldet, das Team entscheidet
Der Assistent sorgt dafür, dass eine Paketmeldung mit den Angaben, den Fotos und dem Verlauf bei der zuständigen Stelle ankommt. Ob ersetzt, erstattet oder nachgeforscht wird, entscheidet ein Mensch, der den Fall und Ihre Bedingungen kennt.
Was der Assistent nicht zusagt
Ein verärgerter Kunde will vor allem hören, dass Ersatz kommt oder das Geld zurückfließt, und wann. Genau diese Sätze gehören nicht in den Chat, solange sie nicht wörtlich in Ihren Unterlagen stehen. Ein Assistent, der „Wir schicken Ihnen umgehend Ersatz“ schreibt, macht eine Zusage, die Ihr Team noch nicht getroffen hat. In der Vorgabeeinstellung antwortet XICBOT ausschließlich aus den hinterlegten Unterlagen und nennt in der Regel die verwendeten Auszüge; steht nichts dazu darin, sagt er das. Wie verlässlich die Quellenangabe gelingt, zeigt ein eigener Wert: 42 von 48 (eigene Messreihe vom 11.09.2026) Antworten auf Fragen, deren Antwort in der Wissensbasis steht, trugen eine Quellenangabe, sechs blieben ohne. Gemessen wurde an einem einzigen Assistenten auf der eigenen Wissensbasis, nicht an Kundenprojekten.
Nach dem Modell läuft in XICBOT eine zweite Prüfung über harte Angaben im Entwurf: Fristen, Beträge und Zusagewörter werden gegen das Auszugsmaterial gehalten, und was davon in keinem Auszug steht, wird durch einen Platzhalter ersetzt; lag gar kein Auszugsmaterial vor, entfällt dieser Abgleich. Das ist ein Netz für Zahlen und Zusagewörter, keine Sperre für jede Art von Versprechen. Die Regel, dass der Assistent weder Ersatz noch Erstattung noch eine Bearbeitungszeit zusagt, gehört deshalb ausdrücklich in seine Anweisung, zusammen mit dem Satz, den er stattdessen sagt: dass Ihr Team den Fall prüft und sich auf dem gewünschten Weg meldet. Wie solche Grenzen formuliert werden, beschreibt der Beitrag zur Systemanweisung.
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Fristen mit Zahl
Eine Frist aus Ziffer und Einheit, etwa eine Zahl von Werktagen, muss in einem Auszug stehen. Sonst tritt ein Platzhalter an ihre Stelle.
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Beträge
Ein Betrag mit Währungsangabe wird gegen die Quelle gehalten, etwa eine Erstattungssumme oder eine Versandpauschale.
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Zusagewörter
Wörter wie kostenlos, auf jeden Fall oder versprechen werden gegen die Quelle gehalten, weil sie aus einer Auskunft eine Zusage machen.
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Was durchrutschen kann
Ein Satz wie „Wir schicken Ersatz“ enthält weder Zahl noch Zusagewort, ebenso eine Frist in ausgeschriebenen Zahlwörtern. Hier hilft die Regel in der Anweisung, und der Test zeigt, ob sie greift.
Gesetzliche Rechte sind kein Extra
Die Rechtslage aus dem zweiten Abschnitt hat eine Kehrseite für Ihre Texte. Ihre Versandbedingungen und häufigen Fragen sind die Quelle des Assistenten. Hebt ein Text dort als besonderen Service hervor, was gegenüber Verbrauchern ohnehin gilt, etwa „Bei uns tragen Sie kein Versandrisiko“ als Vorteil gegenüber anderen Shops, bewegt er sich in der Nähe einer Regel aus dem Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb. Dessen Anhang zu § 3 Absatz 3 UWG führt unter Nummer 10 als gegenüber Verbrauchern unzulässige geschäftliche Handlung auf:
die unwahre Angabe oder das Erwecken des unzutreffenden Eindrucks, gesetzlich bestehende Rechte stellten eine Besonderheit des Angebots dar
Für den Chat heißt das: Der Assistent gibt wieder, was in Ihren Unterlagen steht, und übernimmt dabei auch deren Tonfall. Sachlich beschreiben lässt sich, wie Ihr Haus mit einer Paketmeldung umgeht, wer sie bearbeitet und welche Angaben gebraucht werden. Leistungen, die Ihr Haus freiwillig über das Gesetz hinaus erbringt, lassen sich als solche beschreiben, solange der Text keinen falschen Eindruck davon erweckt, was ohnehin gilt. Ob eine konkrete Formulierung unter Nummer 10 fällt, ist eine Frage des Einzelfalls und gehört in eine fachliche Prüfung. Wie der Assistent mit einer anderen Gruppe von Aussagen umgeht, die das UWG regelt, zeigt der Beitrag zu Umweltaussagen im Chat.
Wenn der Ton schärfer wird
Wer auf ein Weihnachtsgeschenk wartet, das nicht kommt, schreibt selten gelassen. Zwei Mechanismen in XICBOT helfen, solche Gespräche rechtzeitig an einen Menschen zu geben. Erstens lässt sich zu den festen Fachsperren je Assistent das Thema Beschwerde dazuschalten; ist es zugeschaltet, erkennt die Themenregel eine Beschwerde und übergibt das Gespräch an einen Menschen. Zweitens erkennt der Assistent Unmut ohne Sprachmodell über ein Punktesystem: Der Ruf nach einem Menschen wiegt am schwersten, dazu kommen Ärgerwörter, dieselbe Frage zum wiederholten Mal, durchgehende Großschreibung und gehäufte Ausrufezeichen. Ab der eingestellten Schwelle wird übergeben, genau einmal je Gespräch; die Schwelle steht je Assistentenfassung. Wie diese Erkennung arbeitet, beschreibt der Beitrag zum Erkennen von Frust im Chat.
Vor der Spitze einrichten, danach auswerten
Eine Paketmeldung im Chat lässt sich kaum in der Woche vor Heiligabend einführen. Versand- und Reklamationsbedingungen müssen in der Wissensbasis stehen, die Anweisung mit den sechs Angaben und die Weiterleitungsregeln eingerichtet, Anhänge eingeschaltet und die Testsätze durchgelaufen sein, bevor die Spitze beginnt. Wie sich ein Shop auf die Saison vorbereitet, beschreibt der Beitrag zu Anfragespitzen im Weihnachtsgeschäft. Nach der Saison zeigt die Auswertung, ob die Aufnahme trägt: Aus den Besucherfragen entstehen Themen, und für jedes Thema steht die Übergabequote in der Auswertung, nicht nur als Gesamtwert. Steigt sie bei Paketmeldungen, deutet das auf eine Lücke in den Unterlagen oder auf eine Regel, die zu früh greift. Was die Auswertung zählt, zeigt die Seite zur Gesprächsanalyse.
- Wissensbasis: Versand- und Reklamationsbedingungen stehen darin, ohne pauschalen Verweis an den Paketdienst.
- Drei Fälle: Jeder Fall ist mit Beispielsätzen beschrieben und hat für Übergaben seine Stelle in den Weiterleitungsregeln, die Regel für Schäden vor der für den Versand.
- Sechs Angaben: Die Anweisung nennt die sechs Angaben, die der Assistent erfragt: Bestellnummer, Art des Problems, Datum, Zustand der Verpackung, betroffene Posten und Kontaktweg.
- Anhänge: Sie sind für den Assistenten eingeschaltet, eine Frist für Anhänge ist eingetragen, und die Gesprächsfrist reicht bis zum Abschluss eines Schadensfalls.
- Zusagen: Die Anweisung schließt Zusagen zu Ersatz, Erstattung und Bearbeitungszeit aus, soweit sie nicht wörtlich in den Unterlagen stehen.
- Test: Sätze für alle drei Fälle und für eine verärgerte Nachricht sind vor der Saison durchgelaufen.
Häufige Fragen
Muss sich der Kunde bei einem verlorenen Paket an den Paketdienst wenden?
Ein pauschaler Verweis passt in der Regel nicht. Nach § 475 Absatz 2 BGB geht die Gefahr beim Versand an Verbraucher nur dann schon mit der Übergabe an den Paketdienst über, wenn der Käufer ihn selbst beauftragt und der Unternehmer ihn nicht vorher benannt hat. Ansprechpartner des Kunden ist typischerweise der Shop als sein Vertragspartner; wie im Einzelfall vorzugehen ist, klärt Ihr Team, im Zweifel mit fachlicher Beratung.
Kann der Assistent den Sendungsverlauf abfragen?
Den Sendungsverlauf liest der Assistent nicht, ebenso wenig eine Sendungsnummer, und er nimmt keinen Kontakt zum Paketdienst auf. Ist eine Warenwirtschaft über eine eigene Anbindung (Paket Individuell) angeschlossen, kann er den Bestell- und Lieferstatus abfragen, in der Vorgabe nach Bestätigung durch den Kunden. Für eine Nachforschung nimmt er die Meldung auf und gibt sie an Ihr Team.
Welche Angaben braucht eine Paketmeldung?
In der Regel sechs: Bestellnummer, Art des Problems, Datum, Zustand der Verpackung, betroffene Posten und gewünschter Kontaktweg. Bei Beschädigungen kommen Fotos von Verpackung und Ware hinzu, sofern Anhänge eingeschaltet sind. Welche Angaben der Assistent erfragt, steht in seiner Anweisung; als Pflichtfeld markieren lässt sich nur, was die gewählte Bauform kennt, etwa Name, E-Mail und Anliegen.
Darf der Assistent Ersatz oder Erstattung zusagen?
Nur, wenn genau diese Zusage wörtlich in Ihren hinterlegten Unterlagen steht. Über Ersatz, Erstattung und Bearbeitungszeit entscheidet typischerweise Ihr Team. Die Ausgabeprüfung gleicht Fristen, Beträge und Zusagewörter gegen die Quelle ab; eine Zusage ohne Zahl und ohne Zusagewort hält in der Regel nur die Regel in der Anweisung des Assistenten auf.
Welche Dateien kann der Kunde hochladen?
Wenn Anhänge für den Assistenten eingeschaltet sind, Bilder als PNG, JPEG oder WebP und Unterlagen als PDF, höchstens fünf Dateien je Gespräch. Ab Werk sind Anhänge abgeschaltet. Die Dateien hängen am Vorgang, gelöscht werden sie aber mit dem Gespräch, spätestens wenn die Gesprächsfrist abläuft, bei einem neuen Konto ab Werk nach 90 Tagen; eine eigene Frist für Anhänge können Sie zusätzlich eintragen.
Was passiert, wenn der Kunde verärgert schreibt?
Ist das Thema Beschwerde zugeschaltet, erkennt die Themenregel eine Beschwerde und übergibt an einen Menschen. Unabhängig davon erkennt der Assistent Unmut über ein Punktesystem und übergibt ab der eingestellten Schwelle, einmal je Gespräch. Der Verlauf mit den bis dahin erfassten Angaben geht in der Regel mit.
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