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KI-Assistenten & Automatisierung

Reifenwechsel-Saison: Werkstatttermine per Chat

Im Oktober wollen alle zugleich Winterräder. Wie ein Termin-Assistent Terminanfragen aufnimmt, Radsatz und Reifengröße klärt und Sonderfälle weitergibt.

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Für Winterreifen gibt es kein festes Datum. Die Pflicht hängt am Wetter, etwa an Glätte oder Schnee. Darum wollen beim ersten Frost viele zugleich einen Termin. Viele Kunden rufen dann an, und das Telefon wird zum Engpass. Der Assistent nennt freie Zeiten und klärt Kennzeichen, Auto und Radsatz. Fest ist der Termin erst, wenn die Werkstatt ihn bestätigt. Wuchten, Einlagern oder neue Reifen fragt er vorher ab. Schäden, Reklamationen und große Aufträge gibt er an einen Menschen.

14 Min. Lesezeit Von XICBOT

Mehr zum Termin-Assistenten

Anfang Oktober beginnt in vielen Werkstätten die Zeit, in der das Telefon den Takt vorgibt. Die ersten Nachtfröste sind angekündigt, und plötzlich wollen alle gleichzeitig ihre Winterräder montiert haben. Die Fragen dahinter sind jedes Jahr dieselben: Wann ist noch etwas frei? Liegen meine Räder noch bei Ihnen? Reicht das Profil noch einen Winter? Muss es wirklich das Symbol mit der Schneeflocke sein? Wer im Autohaus oder in der freien Werkstatt am Serviceschalter steht, beantwortet diese Fragen zwischen zwei Fahrzeugannahmen, mit dem Hörer am Ohr und der nächsten Kundin schon vor dem Tresen. Die Umrüstsaison ist dabei keine Überraschung, sondern eine Welle mit Ansage. Dieser Beitrag zeigt, wie ein Termin-Assistent auf Ihrer Website diese Welle abfängt: Er bietet freie Zeitfenster je Hebebühne an, fragt Kennzeichen, Fahrzeug und eingelagerten Radsatz ab, klärt Wuchten, Ventile und Neureifen vorab und gibt alles, was eine fachliche Einschätzung braucht, an Ihren Serviceberater weiter. Und er weiß, wo seine Zuständigkeit endet: beim Zustand des einzelnen Reifens, denn den sieht nur die Werkstatt.

Reifenwechsel-Saison: Termine per Chat
Reifenwechsel-Saison: Termine per ChatMit Kalenderanbindung: freie Zeitfenster je Hebebühne · Radsatz aus dem Lager · Übergabe an den ServiceberaterWerkstattkalender · UmrüstwocheMoDiMiDoFrBühne 1belegtbelegtbelegtfrei 13:00belegtbelegtbelegtfrei 14:00frei 8:00belegtBühne 2belegtfrei 15:30Chat 9:30belegtbelegtbelegtfrei 10:00belegtbelegtbelegtBühne 3belegtbelegtbelegtbelegtfrei 11:00belegtbelegtbelegtbelegtfrei 12:30freibelegtper Chat angefragtTermin-AssistentKönnen Sie nächste Woche auf Winter wechseln?Gern. Wie lautet Ihr Kennzeichen?Radsatz im Lager gefunden · Reifengröße hinterlegtSollen wir die Räder dabei auch wuchten?Ja, bitte mit Wuchten.Frei: Di 9:30 Bühne 2 oder Do 14:00 Bühne 1Angefragt: Di 9:30 · Bestätigung durch die WerkstattAus der WissensbasisSituative Pflicht: § 2 Abs. 3a StVO1,6 mm Mindestprofil (§ 36 StVZO)Alpine-Symbol als KennzeichenFragt nach, wenn etwas fehltReifengröße nicht hinterlegtKein Radsatz im Lager gefundenZweites Fahrzeug im AuftragÜbergibt an den ServiceberaterVibration oder sichtbarer SchadenZustand des einzelnen ReifensReklamation nach dem letzten Wechsel
Mit Kalenderanbindung: freie Zeitfenster je Hebebühne · Radsatz aus dem Lager · Übergabe an den Serviceberater
Beschriftungen der Abbildung
  • Werkstattkalender · Umrüstwoche
  • Mo
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  • Bühne 1
  • belegt
  • belegt
  • belegt
  • frei 13:00
  • belegt
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  • frei 14:00
  • frei 8:00
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  • Bühne 2
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  • frei 15:30
  • Chat 9:30
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  • frei 10:00
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  • Bühne 3
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  • frei 11:00
  • belegt
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  • belegt
  • belegt
  • frei 12:30
  • frei
  • belegt
  • per Chat angefragt
  • Termin-Assistent
  • Können Sie nächste Woche auf Winter wechseln?
  • Gern. Wie lautet Ihr Kennzeichen?
  • Radsatz im Lager gefunden · Reifengröße hinterlegt
  • Sollen wir die Räder dabei auch wuchten?
  • Ja, bitte mit Wuchten.
  • Frei: Di 9:30 Bühne 2 oder Do 14:00 Bühne 1
  • Angefragt: Di 9:30 · Bestätigung durch die Werkstatt
  • Aus der Wissensbasis
  • Situative Pflicht: § 2 Abs. 3a StVO
  • 1,6 mm Mindestprofil (§ 36 StVZO)
  • Alpine-Symbol als Kennzeichen
  • Fragt nach, wenn etwas fehlt
  • Reifengröße nicht hinterlegt
  • Kein Radsatz im Lager gefunden
  • Zweites Fahrzeug im Auftrag
  • Übergibt an den Serviceberater
  • Vibration oder sichtbarer Schaden
  • Zustand des einzelnen Reifens
  • Reklamation nach dem letzten Wechsel

Reifenwechsel-Saison: Termine per Chat

Warum die Umrüstsaison eine planbare Welle ist

Eine feste Frist für Winterreifen kennt das deutsche Recht nicht. Die Straßenverkehrs-Ordnung knüpft die Pflicht an den Zustand der Straße: Nach § 2 Absatz 3a StVO darf ein Kraftfahrzeug bei Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eisglätte oder Reifglätte nur gefahren werden, wenn alle Räder mit Reifen ausgerüstet sind, die den Anforderungen des § 36 Absatz 4 StVZO genügen. Genau diese fehlende Stichtagsregel erzeugt die Welle. Niemand muss an einem bestimmten Tag umrüsten, also warten viele bis zur ersten Frostmeldung und rufen dann gleichzeitig an.

Die Zahl der möglichen Anrufer ist groß. Am 1. Januar 2026 waren in Deutschland 49.486.487 (Kraftfahrt-Bundesamt) Personenkraftwagen zugelassen. Jeder private Pkw-Halter war im Jahr 2024 ein- bis zweimal mit seinem Auto in einer Werkstatt, so die Deutsche Automobil Treuhand im DAT-Report 2025 (DAT). In Betrieben mit Rädereinlagerung kommt ein Teil dieser Besuche in zwei Wellen: im Frühjahr und im Herbst.

Wie die Kunden diese Termine anfragen, hat die Deutsche Automobil Treuhand für denselben Report bei Pkw-Haltern erhoben. Bei etwa zwei Dritteln der Befragten lief der erste Kontakt in der Regel über das Telefon: 66 Prozent (DAT) der Kunden von Markenwerkstätten und 63 Prozent (DAT) der Kunden freier Betriebe. Im Schnitt warteten Pkw-Halter im Jahr 2024 9,3 Tage (DAT) auf einen Werkstatttermin. Als Beispiel für längere Wartezeiten nennt die Auswertung ausdrücklich Termine, die mit der Räderwechselsaison zusammenfielen (DAT).

Für den Serviceschalter bedeutet das: Die Anrufe kommen gebündelt, sie kommen während der Öffnungszeiten, und sie treffen auf dieselben Menschen, die gerade Fahrzeuge annehmen und übergeben. Viele dieser Gespräche sind kurz und gleichförmig. Sie kosten trotzdem jedes Mal die volle Aufmerksamkeit einer Fachkraft. Ein Assistent verlagert nicht die Arbeit der Werkstatt ins Netz, sondern die Vorarbeit: die Sortierung, die Daten, die Wahl des Zeitfensters.

Welche Fragen in der Umrüstsaison wirklich kommen

Wer in einer Herbstsaison die Notizen am Serviceschalter sammelt, findet eine kurze Liste, die sich Tag für Tag wiederholt. Die Reihenfolge wechselt, der Inhalt kaum.

  • Wann haben Sie noch etwas frei? Die häufigste Frage, und die einzige, die ohne Blick in den Kalender niemand beantworten kann.
  • Liegen meine Räder noch bei Ihnen? Kunden mit eingelagertem Radsatz wissen oft nicht mehr, ob sie im Frühjahr eingelagert oder mitgenommen haben.
  • Reicht mein Profil noch? Dahinter stehen die Frage nach der gesetzlichen Grenze und die Hoffnung, sich Neureifen sparen zu können.
  • Sind das überhaupt Winterreifen? Gemeint ist meist die Kennzeichnung auf der Flanke: die Buchstaben M+S oder das Bergpiktogramm mit Schneeflocke.
  • Was kostet der Wechsel mit Wuchten? Eine Preisfrage, die sich aus Ihrer eigenen Preisliste beantworten lässt.
  • Wie lange dauert es? Ob Kunden warten oder das Fahrzeug abgeben, entscheidet mit über das passende Zeitfenster.
  • Was passiert, wenn ich ohne Winterreifen erwischt werde? Eine Frage nach Bußgeldern, deren Regelsätze im Bußgeldkatalog stehen.

Die Liste zeigt zweierlei. Erstens hat fast jede dieser Fragen eine Antwort, die bereits irgendwo steht: in der Preisliste, im Lagerverzeichnis, im Kalender oder im Gesetz. Zweitens stehen diese Antworten an verschiedenen Orten, und der Mensch am Telefon muss sie jedes Mal zusammensuchen. Genau dort setzt ein Assistent an. Wie das branchenübergreifend funktioniert, haben wir im Beitrag zum Terminanfragen per Chat beschrieben; den Überblick für den gesamten Autohausbetrieb gibt der Beitrag zum KI-Assistenten fürs Autohaus. Hier geht es um die Saison selbst.

Was der Assistent aus der Wissensbasis sicher beantwortet

Ein Teil der Saisonfragen ist Rechtsfrage, und die lässt sich sauber aus dem Wortlaut beantworten. Voraussetzung ist, dass die Wissensbasis des Assistenten die Vorschriften im Wortlaut und mit Fundstelle enthält, statt einer Zusammenfassung aus dem Gedächtnis. Dann kann er drei Dinge verlässlich wiedergeben.

  • Situative Pflicht

    Winterbereifung ist nach § 2 Absatz 3a StVO bei Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eisglätte oder Reifglätte vorgeschrieben. Ein festes Datum nennt die Vorschrift nicht, und der Assistent sagt das auch so, statt eine Faustregel als Gesetz auszugeben.

  • Mindestprofil

    Das Hauptprofil muss am ganzen Umfang eine Profiltiefe von mindestens 1,6 mm (§ 36 StVZO) aufweisen. Der Assistent nennt den Wert und sagt dazu, dass die Werkstatt ihn am Reifen misst und nicht schätzt.

  • Kennzeichnung

    Als Reifen für winterliche Wetterverhältnisse gelten nach § 36 Absatz 4 StVZO Reifen mit dem Alpine-Symbol, dem Bergpiktogramm mit Schneeflocke. Der Assistent erklärt, wo es auf der Reifenflanke zu finden ist.

Auch die Frage nach den Folgen lässt sich aus dem Verordnungstext beantworten. Der Bußgeldkatalog sieht für das Fahren bei Glätte ohne Bereifung, die die Eigenschaften nach § 36 Absatz 4 StVZO erfüllt, einen Regelsatz von 60 Euro (BKatV, Nr. 5a) vor, mit Behinderung 80 Euro (BKatV, Nr. 5a.1). Wer als Halter eine solche Fahrt anordnet oder zulässt, etwa beim Firmenwagen, muss mit 75 Euro (BKatV, Nr. 213a) rechnen. Für die Inbetriebnahme eines Kraftfahrzeugs mit unzureichender Profiltiefe nennt der Katalog 60 Euro (BKatV, Nr. 212).

Der Assistent gibt diese Werte wieder, nennt die Fundstelle und bleibt beim Regelsatz. Ob in einem konkreten Fall ein Bußgeld droht, soll er nicht beurteilen; das hängt am Straßenzustand und am Einzelfall. Wichtig ist, dass diese Inhalte vor der Saison geprüft und mit Stand versehen sind. Ein Assistent, der eine veraltete Regel sicher klingend vorträgt, schadet mehr als einer, der gar nicht antwortet. Wie sich das vermeiden lässt, beschreiben wir im Beitrag Halluzinationen vermeiden und in der Antwort auf die Frage, ob die KI Dinge erfinden kann.

Regeln wiedergeben, nicht Reifen beurteilen

Die Grenze liegt nicht zwischen einfachen und schwierigen Fragen, sondern zwischen Regel und Befund. Mindestens 1,6 mm im Hauptprofil (§ 36 StVZO) ist eine Regel. Ob der Reifen am Wagen der Kundin diese Tiefe noch hat, ist ein Befund. Die Regel kann der Assistent nennen, den Befund erhebt die Werkstatt mit dem Profiltiefenmesser. Ein guter Satz im Chat klingt deshalb so: Vorgeschrieben sind mindestens 1,6 mm im Hauptprofil; ob Ihre Reifen noch reichen, prüfen wir beim Wechsel und sprechen Sie an, bevor wir etwas bestellen.

Was der Assistent bewusst nicht beurteilt

In der Umrüstsaison gibt es drei Themen, bei denen ein Assistent zurückhaltend bleiben muss, weil die Antwort vom konkreten Fahrzeug abhängt und nicht von einer Regel.

  • Der Zustand des Reifens. Risse, Beulen, einseitiger Abrieb, eine ausgehärtete Gummimischung: Das sieht nur, wer den Reifen in der Hand hat. Fotos im Chat ändern daran wenig, und eine Einschätzung aus der Ferne würde eine Verantwortung übernehmen, die bei der Werkstatt liegt.
  • Die Wartezeit. Der Assistent nennt freie Zeiten aus Ihren Terminarten. Er sagt nicht zu, wie lange der Wechsel dauert, wenn beim Abnehmen ein festgerosteter Radbolzen auftaucht oder ein Ventil undicht ist.
  • Die Kostenfrage bei Schäden. Ob ein Schaden unter Gewährleistung, Kulanz oder Versicherung fällt, klärt der Serviceberater mit Blick auf Fahrzeug und Unterlagen.

Diese Grenzen sind kein Mangel, sondern Teil des Konzepts. Ein Assistent, der sagt: Das schaut sich unser Serviceberater beim Termin an, und ich notiere Ihre Beobachtung schon jetzt, wirkt zuständiger als einer, der ausweicht. Er erzeugt außerdem einen Eintrag, mit dem die Werkstatt am Morgen etwas anfangen kann: wer, welches Fahrzeug, welche Beobachtung, welcher Termin.

Ein Assistent, der im Chat die Reste eines Profils schätzt, hat nicht schneller beraten, sondern eine Prüfung übernommen, für die er kein Werkzeug hat. Die Regel darf er nennen, den Reifen muss er der Werkstatt überlassen.
Grundsatz aus der Einrichtung von Assistenten für Werkstätten und Autohäuser

Terminanfragen im Chat: Zeitfenster nach Terminart

Der Kern des Saisonbetriebs ist der Kalender. Ein Assistent, der nur ein Formular ausfüllt, verschiebt die Arbeit lediglich: Am nächsten Morgen muss jemand unvollständige Anfragen durchgehen und zurückrufen. Sinnvoll wird der Assistent erst, wenn er über die Tool-Steuerung nur Zeiten nennt, die nach Ihren Terminarten frei sind, und eine Anfrage erst anlegt, wenn die Angaben vollständig sind und der Kunde die Zusammenfassung freigegeben hat. Die Werkstatt prüft die Anfrage in ihrer Übersicht; mit ihrer Bestätigung wird der Termin verbindlich.

Dabei hilft eine klare Arbeitsteilung: Freie Zeiten errechnet der Assistent aus Ihren Terminarten, also aus Zeitfenster, Dauer, Vorlauf und Puffer, abzüglich der Termine, die im Chat schon angefragt oder bestätigt sind. Termine, die nur in Ihrem Werkstattkalender stehen, sieht er nicht; halten Sie für den Chat deshalb eigene Zeitfenster frei. Einen verbindlichen Direkteintrag in den Werkstattkalender, mit freien Zeiten je Hebebühne, gibt es über eine eingerichtete Kalenderanbindung im Paket Individuell.

Entscheidend ist die Dauer. Ein reiner Räderwechsel mit eingelagertem Radsatz braucht ein anderes Zeitfenster als ein Wechsel mit Neureifen, Montage und Wuchten. Der Assistent ordnet das Anliegen deshalb einer Terminart zu, deren Dauer und Puffer Sie festlegen, und sucht erst danach passende Lücken. So landet die Neureifenmontage nicht in einem Zeitfenster, das für einen Radtausch gedacht war. Der Ablauf im Chat folgt dabei sechs Schritten.

  • Anliegen klären: Räderwechsel, Einlagerung, Neureifen oder eine Kombination daraus.
  • Kennzeichen und Fahrzeug abfragen: Daraus ergibt sich, ob ein Kundendatensatz existiert und welches Fahrzeug gemeint ist.
  • Radsatz klären: Ist Ihr Lagerverzeichnis angebunden, liest der Assistent Lagerplatz und Reifengröße aus; sonst fragt er, ob ein Satz eingelagert ist, und notiert die Angabe.
  • Zusatzleistungen anbieten: Wuchten, neue Ventile, Einlagerung der abmontierten Räder, Neureifen bei Zweifeln am Profil.
  • Zeitfenster anbieten: zwei oder drei freie Zeiten der passenden Terminart, mit dem Hinweis, ob Warten oder Abgabe vorgesehen ist.
  • Anfrage aufnehmen: Nach der Freigabe durch den Kunden liegt die Anfrage mit allen Notizen in Ihrer Übersicht. Bestätigt die Werkstatt sie, geht eine Bestätigungsmail an die angegebene E-Mail-Adresse.

Eine Anfrage ohne Kennzeichen oder ohne Klarheit über den Radsatz nimmt der Assistent nicht auf. Das klingt streng, spart aber genau die Rückrufe, die in der Saison am meisten Zeit kosten. Mehr zum Zusammenspiel von Chat und Kalender steht auf der Seite zum Termin-Assistenten.

AspektSaison ohne AssistentSaison mit Termin-Assistent
Terminwunsch am AbendBleibt bis zum nächsten Morgen liegenWird mit freien Zeiten aus den Terminarten beantwortet
Eingelagerter RadsatzSuche im Lagerverzeichnis während des TelefonatsLagerplatz wird vor der Anfrage geklärt
Fehlende ReifengrößeFällt erst bei der Bestellung aufRückfrage im Chat, bevor der Termin steht
ZusatzleistungenWerden am Tresen leicht vergessenWerden vor dem Termin einzeln abgefragt
Dauer des TerminsPauschales Zeitfenster für allesZeitfenster nach Leistungsart
SonderfälleGehen im Saisonbetrieb unterGehen mit Notiz an den Serviceberater

Einlagerung, Reifengröße, Zusatzleistungen: vorab klären

Viele Verzögerungen am Wechseltag entstehen nicht an der Hebebühne, sondern vorher. Der Radsatz ist nicht am erwarteten Platz, weil er im Frühjahr mitgenommen wurde. Die Reifen sind abgefahren, und Neureifen in der passenden Größe müssen erst bestellt werden. Der Kunde wollte eigentlich auch wuchten lassen, hat es aber am Telefon nicht erwähnt. Jede dieser Lücken lässt sich im Chat schließen, bevor der Termin steht.

Ist Ihr Lagerverzeichnis über die Tool-Steuerung angebunden, fragt der Assistent dort nach dem eingelagerten Radsatz. Findet er einen Satz zum Kennzeichen, nennt er ihn und fragt, ob das die Räder sind, die montiert werden sollen. Findet er keinen, fragt er, ob die Räder mitgebracht werden. Bei Neureifen braucht es die Reifengröße. Ist sie nicht hinterlegt, bittet der Assistent darum, die Angabe von der Reifenflanke abzulesen, und erklärt kurz, wo sie steht. Kommt die Angabe nicht, nimmt er die Anfrage trotzdem auf und vermerkt eine Rückfrage für den Serviceberater.

Bei den Zusatzleistungen liegt ein stiller Hebel. Im DAT-Report 2025 halten die Autoren fest, dass in den meisten Fällen keine aktive Ansprache auf Zusatzleistungen erfolgt ist (DAT). Die Begründung ist nachvollziehbar: In einer ausgelasteten Werkstatt fehlt am Tresen die Zeit dafür. Ein Assistent hat diese Zeit. Er fragt in jeder Anfrage dieselben Punkte ab, ohne aufdringlich zu werden, und die Antworten stehen am Auftrag.

  • Wuchten: wird beim Wechsel mitgebucht oder ausdrücklich abgewählt.
  • Ventile: neue Ventile bei Neureifen oder auf Wunsch.
  • Einlagerung: Sollen die abmontierten Sommerräder bei Ihnen bleiben?
  • Reinigung der Räder: Wo Sie das anbieten, gehört die Frage in die Anfrage.
  • Neureifen: Hat der Kunde selbst Zweifel am Profil, wird das als Hinweis notiert, nicht als Bestellung.

Die Preise für all das kommen aus Ihrer Preisliste. Der Assistent nennt, was dort steht, und rechnet nichts hinzu. Wo ein Preis vom Befund abhängt, etwa bei Neureifen, sagt er das und verweist auf das Angebot nach der Prüfung am Fahrzeug.

Erinnerung an Kunden mit eingelagerten Rädern

Die planbarste Gruppe der Saison sind Kunden, deren Räder bei Ihnen lagern. Sie kommen in der Regel wieder, nur nicht alle zum selben Zeitpunkt, wenn man sie rechtzeitig anspricht. Eine Erinnerung, die im September oder Anfang Oktober mit einem direkten Weg zur Terminanfrage verschickt wird, verteilt die Welle über mehrere Wochen, statt sie auf die Tage nach der ersten Frostmeldung zu drängen.

Der Assistent verschickt diese Erinnerung nicht selbst aus dem Chatfenster. Sie geht über das System, das Sie für die Kundenkommunikation ohnehin nutzen, an Kunden, die einer solchen Nachricht zugestimmt haben. Der Link darin führt auf Ihre Website, wo der Assistent freie Zeiten nennt und die Anfrage aufnimmt; Kennzeichen und Radsatz werden im Gespräch geklärt.

Für den Datenschutz gelten die üblichen Grundsätze. Werden personenbezogene Daten bei der betroffenen Person erhoben, informiert der Verantwortliche sie zum Zeitpunkt der Erhebung; so steht es in Artikel 13 der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO). Im Chat heißt das: ein kurzer Hinweis beim Start, wer verarbeitet, wozu und wie lange. Kennzeichen und Telefonnummer werden nur so lange gespeichert, wie der Auftrag es verlangt. Wo die Daten liegen, beschreibt die Seite Datenschutz und Hosting.

Sonderfälle an den Serviceberater übergeben

Nicht jede Anfrage in der Umrüstsaison ist ein Standardfall. Der Assistent erkennt Abweichungen an Stichworten und an fehlenden Angaben und gibt sie weiter, statt sie in einen Standardtermin zu pressen.

  • Beobachtungen am Fahrzeug: Vibrationen, Ziehen zur Seite, Warnleuchte der Reifendruckkontrolle, sichtbarer Schaden an Reifen oder Felge.
  • Mehrere Fahrzeuge: Flottenkunden oder Familien mit zwei Autos brauchen abgestimmte Termine, oft mit Hol- und Bringdienst.
  • Reklamationen: Ein Rad, das nach dem letzten Wechsel Luft verloren hat, ist ein Fall für den Serviceberater, nicht für die Terminmaske.
  • Beratung zu Neureifen: Welcher Reifen zum Fahrprofil passt, bespricht der Serviceberater; der Assistent nimmt den Wunsch auf.
  • Fragen außerhalb der Wissensbasis: Was nicht in den freigegebenen Inhalten steht, wird nicht improvisiert.

Die Übergabe geschieht mit Gesprächsverlauf. Der Serviceberater sieht, was der Kunde geschrieben hat, welche Angaben bereits vorliegen und ob schon eine Terminanfrage vorliegt. Das unterscheidet eine Übergabe von einer bloßen Weiterleitung. Wann dieser Moment allgemein kommen sollte, beschreibt der Beitrag zur Übergabe an Mitarbeiter. Für die Werkstatt gilt: lieber eine Übergabe zu viel als ein Kunde, der am Wechseltag mit einem Problem vor der Hebebühne steht, von dem niemand wusste.

Vor der Saison einrichten: vier Schritte

Ein Assistent für die Umrüstsaison sollte vor der Saison laufen, nicht mitten in ihr. Wer im Oktober noch Inhalte abstimmt, verliert die Wochen, in denen er am meisten entlasten würde. Ein sinnvoller Ablauf hat vier Schritte.

  • Inhalte zusammenstellen: Preisliste für Wechsel, Wuchten, Einlagerung und Montage, Öffnungszeiten, Einlagerungsbedingungen und die Rechtsgrundlagen im Wortlaut mit Stand.
  • Terminarten und Anbindungen festlegen: Terminarten mit Dauer, Zeitfenster und Puffer anlegen; wo gewünscht, Werkstattkalender und Lagerverzeichnis über eine individuelle Anbindung einrichten.
  • Probelauf mit echten Fragen: Das Team am Serviceschalter stellt die Fragen der letzten Saison, prüft Antworten und Übergaben und korrigiert, was nicht passt.
  • Auswerten und nachschärfen: Die Gesprächsanalyse zeigt, welche Fragen offen bleiben und wo Kunden abbrechen. Daraus entstehen Ergänzungen für die Wissensbasis.

Das Muster lässt sich auf andere Spitzen übertragen. Im Onlinehandel ist es das Weihnachtsgeschäft, das wir im Beitrag über Anfragespitzen im Weihnachtsgeschäft beschreiben; in der Werkstatt sind es Frühjahr und Herbst. Wer den Assistenten einmal für den Herbst eingerichtet hat, braucht für das Frühjahr vor allem neue Texte, kein neues System. Welche Pakete dafür in Frage kommen, steht auf der Seite Preise und Pakete; die Branchenseite zum Assistenten für Autohäuser zeigt, wie sich die Saison in den übrigen Servicebetrieb einfügt.

Häufige Fragen

Darf der Assistent sagen, ob meine Reifen noch reichen?

Er nennt die Regel, nicht den Befund. Nach § 36 StVZO muss das Hauptprofil am ganzen Umfang mindestens 1,6 mm tief sein; das kann der Assistent wiedergeben. Ob Ihre Reifen diese Grenze einhalten und ob sie darüber hinaus in gutem Zustand sind, prüft die Werkstatt beim Wechsel mit dem Messgerät und mit einem Blick auf Flanke und Lauffläche. Der Assistent notiert Ihre Beobachtung, damit der Serviceberater gezielt nachsieht. Für die Inbetriebnahme eines Kraftfahrzeugs mit unzureichender Profiltiefe nennt der Bußgeldkatalog einen Regelsatz von 60 Euro (BKatV, Nr. 212).

Ab wann gilt die Winterreifenpflicht?

Ein festes Datum gibt es nicht. § 2 Absatz 3a StVO knüpft die Pflicht an den Straßenzustand: Bei Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eisglätte oder Reifglätte müssen alle Räder mit Reifen ausgerüstet sein, die § 36 Absatz 4 StVZO genügen. Der Regelsatz für einen Verstoß liegt bei 60 Euro (BKatV, Nr. 5a), mit Behinderung bei 80 Euro (BKatV, Nr. 5a.1). Der Assistent erklärt diese Regel und empfiehlt, den Termin vor dem ersten Wintereinbruch zu legen, ohne eine Frist zu erfinden.

Woran erkenne ich, ob mein Reifen als Winterreifen gilt?

Maßgeblich ist das Alpine-Symbol, ein Bergpiktogramm mit Schneeflocke auf der Reifenflanke. § 36 Absatz 4 StVZO verweist dafür auf die Regelung Nr. 117 der Wirtschaftskommission der Vereinten Nationen für Europa. Ein Reifen, der nur die Buchstaben M+S trägt, fällt nicht unter diese Beschreibung. Der Assistent erklärt, wo das Symbol zu finden ist, und bietet an, die Reifen beim Termin prüfen zu lassen, wenn die Kennzeichnung unklar bleibt.

Kann der Assistent Termine direkt in unseren Werkstattkalender buchen?

Ja, über eine Kalenderanbindung im Paket Individuell, sofern Ihr Werkstattsystem eine Schnittstelle für Buchungen bietet. Dann liest der Assistent freie Zeitfenster je Hebebühne und Leistungsart und schreibt den Termin in denselben Kalender, den Ihr Serviceschalter nutzt; eine zweite Terminliste entsteht nicht. Ohne diese Anbindung nennt er freie Zeiten aus Ihren Terminarten und nimmt Terminanfragen auf, die Ihre Werkstatt bestätigt. Wie die Anbindung im Einzelnen aussieht, klären wir bei der Einrichtung; einen ersten Überblick gibt die Antwort auf die Frage, wie der Assistent Terminanfragen und Kontakte erfasst.

Was passiert mit Kennzeichen und Telefonnummer aus dem Chat?

Sie werden für die Buchung gebraucht und nur dafür verarbeitet. Beim Start des Gesprächs steht ein kurzer Hinweis, wer die Daten verarbeitet, wozu und wie lange; so verlangt es Artikel 13 der Datenschutz-Grundverordnung für Daten, die bei der betroffenen Person erhoben werden. Die Angaben landen am Auftrag in Ihrem System, die Aufbewahrung richtet sich nach Ihren Löschfristen. Erinnerungen für die nächste Saison gehen nur an Kunden, die dem zugestimmt haben.

Lohnt sich ein Assistent nur für die Umrüstsaison?

Die Umrüstsaison ist der sichtbarste Anlass, aber nicht der einzige. Dieselbe Einrichtung beantwortet das Jahr über Fragen zu Inspektion, Öffnungszeiten und Ersatzwagen und nimmt Terminanfragen für den laufenden Service auf. Für die Saison kommen vor allem Inhalte hinzu: Preise für den Räderwechsel, Einlagerungsbedingungen und die Regeln zur Winterbereifung. Im Frühjahr genügt es, diese Inhalte auf den Wechsel zu Sommerreifen umzustellen. Ob sich das rechnet, hängt vom Anfragevolumen Ihres Betriebs ab; die Gesprächsanalyse zeigt nach der ersten Saison, wie viele Terminanfragen über den Chat gekommen sind.

Wie nimmt ein Assistent Terminanfragen an?

Der Termin-Assistent nimmt Terminanfragen im Chat auf und nennt freie Zeiten aus Ihren Terminarten. Verbindlich wird ein Termin erst mit Ihrer Bestätigung.

Anfrage in drei Schritten

  1. 1. Anliegen
  2. 2. Ihr Fall
  3. 3. Kontakt

Worum geht es?

Ein Klick genügt, alles Weitere ist freiwillig.

Erzählen Sie kurz von Ihrem Fall

Alle Angaben in diesem Schritt sind freiwillig. Sie helfen uns, gleich mit etwas Konkretem zu antworten statt mit Rückfragen.

Zum Beispiel Telefon, Kalender oder Buchungssystem

Anfragen im Monat, ungefähr (optional)
Wann soll es losgehen? (optional)
Wie erreichen wir Sie?

Name und E-Mail-Adresse genügen. Wir antworten persönlich.

Wir verwenden Ihre Angaben, um Ihre Anfrage zu bearbeiten. Mehr dazu in der Datenschutzerklärung.