Bestattungshaus: erste Fragen im Trauerfall und Vorsorge im Chat
Im Trauerfall zuerst Rufnummer und Rückruf, dann der Ablauf aus den Texten des Hauses; Fristfragen im Einzelfall und Kostenübernahme gehen an das Haus, Vorsorge wird zur Terminanfrage.
In einfacher Sprache
Stirbt ein Mensch, brauchen Angehörige schnell Hilfe. Der Chat nennt darum zuerst die Nummer des Hauses für Tag und Nacht. Er kann auch um einen Rückruf bitten. Der Chat ersetzt das Telefon nicht. Abläufe und Unterlagen nennt er aus den Texten des Hauses. Rechtsfragen soll er nicht beantworten, auch nicht, wer die Kosten trägt. Dafür gibt er an das Haus ab. Der Ton ist ruhig und kurz.
Bestattungshäuser werden zu jeder Stunde angefragt. Abends und nachts schreiben Angehörige, die gerade einen Menschen verloren haben und wissen möchten, was jetzt zu tun ist. Tagsüber melden sich Menschen, die ihre eigene Bestattung vorab regeln möchten, und im November kommen Fragen zu Trauerfeiern, Grabschmuck und Gedenktagen dazu. Viele dieser Fragen sind organisatorisch und wiederholen sich. Ein Assistent auf der Website kann sie aus den Texten des Hauses beantworten, mit Angabe der Quelle. Im akuten Trauerfall hat er aber zuerst eine andere Aufgabe: die Rufnummer zu nennen, unter der das Haus Tag und Nacht erreichbar ist, und eine Rückrufbitte aufzunehmen. Dieser Beitrag zeigt diese Reihenfolge, die Vorschriften zur Anzeige beim Standesamt und zu den Bestattungskosten, den Weg zum Vorsorgegespräch und die Grenzen, die ein Assistent in diesem Umfeld einhalten sollte.
Beschriftungen der Abbildung
- Reihenfolge im akuten Trauerfall
- 1
- Rufnummer für Tag und Nacht nennen
- Aus Stammfeld oder Baustein, als erste Zeile der Antwort
- 2
- Rückrufbitte anbieten
- Name, Rückrufnummer, Zeitfenster, Anliegen in einem Satz
- 3
- Zuständige Person benachrichtigen
- Nachricht an die hinterlegte Adresse, Zustellung protokolliert
- 4
- Ablauf und Unterlagen aus den Texten des Hauses
- Mit Quellenangabe, auch zu Fristen; der Einzelfall geht an das Haus
- Bewusst nicht im Chat
- keine Frage nach der Todesursache
- keine Kostenschätzung im Einzelfall
- keine Prüfung von Ansprüchen
- keine Fristprüfung im Einzelfall
- keine Empfehlung zu Vorsorgeverträgen
- kein Ersatz für das Telefonat
- Übergabe an einen Menschen
- in jedem Gesprächszustand
- Vorsorge
- Gesprächswunsch als Terminanfrage aus freien Zeiten, verbindlich erst mit Bestätigung des Hauses
Wer ein Bestattungshaus anschreibt und wann
Im Jahr 2025 starben in Deutschland 1 006 600 Menschen (Destatis). Hinter dieser Zahl stehen Familien, die in kurzer Zeit viel zu regeln haben, und oft beginnt das mit einem Anruf oder einer Nachricht an ein Bestattungshaus. Die Anliegen lassen sich grob in drei Gruppen teilen. Die erste ist der akute Trauerfall: Jemand ist zu Hause, im Krankenhaus oder im Pflegeheim gestorben, und die Angehörigen wollen wissen, wen sie jetzt anrufen und was sie vorbereiten sollen. Diese Nachrichten kommen typischerweise abends, nachts und am Wochenende. Die zweite Gruppe ist die Vorsorge: Menschen, die ihre eigene Bestattung oder die eines Angehörigen vorab besprechen möchten. Die dritte sind Fragen zu bestehenden Gräbern, zu Trauerfeiern und zu den Gedenktagen.
Im November verdichtet sich die dritte Gruppe. Allerheiligen fällt 2026 auf den 1. November, der Volkstrauertag auf den 15. November und der Totensonntag auf den 22. November. In den Wochen davor fragen Angehörige, bis wann sich Gestecke oder Grabschmuck bestellen lassen, wer die Grabpflege übernimmt und wann eine Trauerfeier in der Kapelle möglich ist. Solche Antworten gehören als kurze, gepflegte Angaben in den Assistenten, mit dem Stand, ab dem sie gelten, und nicht als Erinnerung aus dem Vorjahr.
| Anliegen | Was der Assistent tut | Wer entscheidet |
|---|---|---|
| Akuter Trauerfall | Nennt die Rufnummer für Tag und Nacht und bietet eine Rückrufbitte an | Die Person im Haus, die Bereitschaft hat |
| Was jetzt zu tun ist | Erklärt Ablauf und Unterlagen aus den Texten des Hauses, mit Quelle | Das Haus, über Inhalt und Umfang seiner Leistungen |
| Kosten und Kostenübernahme | Nennt den Preisrahmen, den das Haus hinterlegt hat; Fragen nach einer Kostenübernahme gibt er an das Haus | Das Haus beim Angebot, die zuständige Stelle bei einer Übernahme |
| Vorsorge | Nimmt einen Gesprächswunsch als Terminanfrage auf | Das Haus, mit der Bestätigung des Termins |
| Gedenktage und Grabschmuck | Antwortet aus den gepflegten Angaben, mit Stand | Das Haus, über Angebot und Bestellschluss |
Dieser Beitrag behandelt den Kontakt mit dem Bestattungshaus. Wie ein Assistent Angehörigen Fragen zur Pflege beantwortet, solange ein Mensch noch versorgt wird, beschreibt der Beitrag über den Assistenten im ambulanten Pflegedienst. Hier geht es um die Zeit danach und um die Vorsorge. Für beides gilt: Ton und Reihenfolge der Antworten wiegen schwerer als die Zahl der beantworteten Fragen.
Zuerst der Telefonweg
Wer gerade einen Angehörigen verloren hat, sucht in der Regel einen Menschen und keinen Chat. Schreibt jemand trotzdem, etwa weil er nachts niemanden wecken möchte oder sich am Telefon die Worte nicht zutraut, ist die erste Antwort keine Auskunft, sondern eine Rufnummer: die Nummer, unter der das Haus Tag und Nacht erreichbar ist. Bei XICBOT steht sie dort, wo der Assistent sie bei jeder Antwort vorfindet. Die Stammfelder eines Assistenten führen Öffnungszeiten, Standorte, Einzugsgebiet, Ansprechpartner und Preisrahmen als eigene Felder und werden bei jeder Antwort mitgegeben, unabhängig davon, was die Suche in der Wissensbasis gefunden hat. Die Bereitschaft lässt sich dort als Ansprechpartner mit Rolle und Rufnummer eintragen. Alternativ steht sie in einer kurzen gepflegten Angabe, die ohne Datei gepflegt und im Zusammenhang der Antwort bevorzugt behandelt wird, etwa: Im Trauerfall erreichen Sie uns Tag und Nacht unter dieser Nummer.
- Zuerst die Nummer. Die Rufnummer für Tag und Nacht gehört in die erste Antwort, vor jede Rückfrage und vor jede Erklärung.
- Dann das Angebot eines Rückrufs. Wer lieber angerufen werden möchte, hinterlässt Name, Rückrufnummer und ein Zeitfenster. Das Anliegen fasst der Assistent in einem Satz zusammen und lässt es bestätigen.
- Dann die Benachrichtigung. Die Bitte geht als Nachricht an die Person, die das Haus für diesen Fall hinterlegt hat.
- Erst danach der Ablauf. Möchte die Person weiterlesen, erklärt der Assistent aus den Texten des Hauses, was jetzt zu tun ist.
Ein Rückruf ist bei XICBOT eine schreibende Aktion mit Protokoll: Das Haus sieht, wann die Bitte eingegangen ist und mit welcher Nummer. Neue Anfragen, Übergaben und Termine lösen eine Nachricht an festgelegte Empfänger aus, je Ereignis getrennt einstellbar, und die Zustellung wird protokolliert. Für die Bereitschaft heißt das: Als Empfänger gehört eine Adresse eingetragen, die nachts tatsächlich jemand liest, etwa die der Bereitschaft, und nicht nur das Postfach des Büros, das erst am nächsten Morgen geöffnet wird. Welche Angaben eine Rückrufbitte braucht und wie sie beim Team ankommt, beschreibt der Beitrag über Rückrufbitten im Chat.
Was jetzt zu tun ist: Ablauf aus den Texten des Hauses
Nach der Rufnummer kommen die Fragen, die sich in vielen Trauerfällen stellen: Wen rufe ich zuerst an, wie lange kann die verstorbene Person zu Hause bleiben, welche Unterlagen werden gebraucht, wann kann die Trauerfeier stattfinden? Manche Antworten hängen vom Bundesland ab, andere von den Leistungen des Hauses. Der Assistent beantwortet sie deshalb nicht aus allgemeinem Wissen, sondern aus dem, was das Haus in seine Wissensbasis gelegt hat. Bei XICBOT entstehen Antworten aus dem abgerufenen Kontext, und die Antwort ist darauf ausgelegt, eine Quellenangabe zu tragen, die auf die Fundstelle zeigt. Steht die Antwort nicht in den Texten, sagt der Assistent das und nennt den Weg zum Haus.
Die Quellenangabe lässt Angehörige nachlesen und gibt dem Haus einen Prüfpunkt. Dass sie nicht in jedem Fall erscheint, zeigt die Messung: In unserer eigenen Messreihe vom 11.09.2026 trugen 42 von 48 Antworten eine Angabe der Quelle, gezählt über Fragen, deren Antwort in der Wissensbasis steht; sechs blieben ohne Quellenangabe. Warum diese Angabe zählt, beschreibt der Beitrag über Quellenangaben in der Chatantwort. In die Wissensbasis eines Bestattungshauses gehören typischerweise diese Texte:
- Die ersten Stunden: was Angehörige tun können, bevor das Haus übernimmt, und was sie beim ersten Anruf bereithalten sollten, so wie das Haus es beschreibt.
- Unterlagenliste: welche Dokumente das Haus für Beurkundung und Formalitäten erbittet, in der Fassung, die es auch auf Papier ausgibt.
- Leistungen: Überführung, Abschiednahme, Trauerfeier, die angebotenen Bestattungsarten und die Formalitäten, die das Haus übernimmt.
- Erreichbarkeit: Rufnummer für Tag und Nacht, Öffnungszeiten, Standorte und Einzugsgebiet.
- Preisrahmen: die Spannen, die das Haus selbst veröffentlicht, mit Stand und dem Hinweis, dass das verbindliche Angebot im Gespräch entsteht.
- Gedenktage und Grabschmuck: Angebot, Bestellschluss und Ansprechpartner für die Wochen um Allerheiligen und Totensonntag.
Die Anzeige beim Standesamt
Eine bundesweite Frist steht im Personenstandsgesetz. Der Tod eines Menschen ist dem Standesamt anzuzeigen, in dessen Zuständigkeitsbereich er gestorben ist, und zwar spätestens am dritten auf den Tod folgenden Werktag (§ 28 PStG). Die Vorschrift unterscheidet zwei Wege: die Anzeige durch die in § 29 genannten Personen, mündlich oder schriftlich, und die schriftliche Anzeige durch die in § 30 Absatz 1 genannten Einrichtungen.
Der Tod eines Menschen muss dem Standesamt, in dessen Zuständigkeitsbereich er gestorben ist, 1. von den in § 29 genannten Personen mündlich oder schriftlich, oder 2. von den in § 30 Abs. 1 genannten Einrichtungen schriftlich spätestens am dritten auf den Tod folgenden Werktag angezeigt werden.
Ob das Haus diese Anzeige im Auftrag der Angehörigen übernimmt und was es dafür braucht, sagt der Assistent nur, wenn es in den Texten des Hauses steht; aus allgemeinem Wissen ergänzt er es nicht. Anders liegt es bei der Frist für die Bestattung selbst. Wann frühestens und spätestens bestattet werden darf, regelt das Bestattungsrecht der Länder, und die Regeln unterscheiden sich. Ein Assistent, der die Frist eines anderen Bundeslands nennt, gibt eine Auskunft, die richtig klingt und im Einzelfall falsch ist. Darum sollte ein Assistent hier keine Frist nennen, sondern auf das Haus verweisen, das die Vorgaben seines Landes kennt und den Ablauf darauf abstimmt.
Kostenfragen: Wege erklären, keinen Anspruch prüfen
Die Frage, wer die Bestattung bezahlt, kommt oft schon in der ersten Nachricht, und hinter ihr steht nicht selten Sorge. Das Bürgerliche Gesetzbuch beantwortet sie im Grundsatz in einem Satz:
Der Erbe trägt die Kosten der Beerdigung des Erblassers.
Daneben gibt es den Weg über die Sozialhilfe. Das Zwölfte Buch Sozialgesetzbuch sieht vor, dass die erforderlichen Kosten einer Bestattung übernommen werden, soweit es den Verpflichteten nicht zugemutet werden kann, sie zu tragen (§ 74 SGB XII). Was erforderlich ist, wer verpflichtet ist und was zumutbar ist, klärt die zuständige Stelle im Einzelfall und nicht der Chat.
Die erforderlichen Kosten einer Bestattung werden übernommen, soweit den hierzu Verpflichteten nicht zugemutet werden kann, die Kosten zu tragen.
Im Chat erklärt der Assistent diese Wege nicht selbst. Wer Erbe ist, ob ein Anspruch auf Kostenübernahme besteht oder ob ein Antrag Aussicht hat, wäre eine Würdigung des Einzelfalls, und bei XICBOT gehört kein Rechtsrat zu den harten Fachsperren, die in der festen Schicht der Systemanweisung stehen und durch keine Einstellung des Kunden aufgehoben werden. Die Sperre schließt die Aussage ein, welche Frist im Einzelfall gilt oder ob sie gewahrt ist, ebenso die Einschätzung von Erfolgsaussichten und Ansprüchen. Fragt jemand, ob die Sozialhilfe die Kosten übernimmt, ist der Assistent angewiesen, in einem Satz zu sagen, dass er das nicht beurteilen darf, den Weg zum Haus zu nennen und das Gespräch zu übergeben. Ebenso gesperrt ist ein verbindliches Finanzierungsangebot. Fragt jemand nach Ratenzahlung, nimmt der Assistent den Wunsch auf, und der Dienst übergibt das Gespräch an das Haus. Wie solche Grenzen in der Systemanweisung stehen, beschreibt der Beitrag über Grenzen in der Systemanweisung.
Für Preise gilt dieselbe Vorsicht. Eine Kostenschätzung aus dem Chat wäre eine Zahl ohne Prüfung, denn sie hängt von Bestattungsart, Friedhof, Gebühren und gewünschten Leistungen ab. Der Assistent nennt deshalb nur Preise, die das Haus selbst hinterlegt hat, als Preisrahmen in den Stammfeldern oder in seinen Texten, bei Texten mit Quellenangabe, und sagt dazu, dass das verbindliche Angebot vom Haus kommt. Hat das Haus nichts dazu hinterlegt, nennt er keinen Betrag, sondern bietet ein Gespräch an.
-
Nennen
Den Preisrahmen und die Leistungen, die das Haus hinterlegt hat, bei Texten mit Quellenangabe, dazu den Hinweis, dass das verbindliche Angebot vom Haus kommt.
-
Nicht beurteilen
Wer die Kosten trägt, ob die Sozialhilfe sie übernimmt, welche Frist gilt und was eine Bestattung im Einzelfall kostet.
-
Weitergeben
Die Frage im Wortlaut, mit Rückrufnummer, an die Person im Haus, die Kostenfragen bespricht.
Vorsorge: ein Gespräch anfragen
Wer vorsorgen möchte, hat Zeit und meist viele Fragen: welche Bestattungsarten das Haus anbietet, welche Wünsche sich festhalten lassen, welche Unterlagen man bereitlegen sollte. Die allgemeinen Fragen beantwortet der Assistent aus den Texten des Hauses. Das eigentliche Vorsorgegespräch führt ein Mensch. Im Chat entsteht dafür eine Terminanfrage: Der Termin-Assistent nennt freie Zeiten aus den Terminarten, die das Haus festgelegt hat, zeigt eine Zusammenfassung und legt die Anfrage erst nach Bestätigung an. Verbindlich wird sie, wenn das Haus sie bestätigt; einen externen Kalender gleicht der Assistent dabei nicht ab. Dieser Anfragemodus ohne Kalenderanbindung steht ab dem Paket Pro zur Verfügung.
- Thema in einem Satz: eigene Vorsorge oder Vorsorge für einen Angehörigen, in den Worten der Person.
- Terminart: Gespräch im Haus oder, wenn das Haus es anbietet, ein Besuch zu Hause.
- Wunschzeit: aus den freien Zeiten der Terminart, als Vorschlag und nicht als Zusage.
- Kontakt: Name und E-Mail-Adresse, auf Wunsch eine Rufnummer, nicht mehr.
- Unterlagen zum Bereitlegen: die Liste, die das Haus für das Vorsorgegespräch ausgibt, mit Quelle.
Eine Empfehlung, ob ein Vorsorgevertrag, eine Treuhandlösung oder eine Versicherung sinnvoll ist, soll der Assistent nicht geben. Welche Formen das Haus anbietet, kann er aus dessen Texten beschreiben. Die Abwägung gehört in das Gespräch mit dem Haus und, wo es um Geld oder Recht geht, in eine fachliche Beratung.
Ruhiger Ton, kurze Antworten
In einem Trauerfall fällt ein unpassender Ton sofort auf. Ein Ausrufezeichen, eine Floskel aus dem Verkauf oder eine lange Aufzählung wirken auf jemanden, der gerade einen Menschen verloren hat, kalt. Bei XICBOT werden Ansprache, Antwortlänge, Tabuliste, gepflegte Fakten und Eskalationsweg je Assistent gepflegt. Ein Bestattungshaus legt dort fest, wie der Assistent schreibt: ruhig, in kurzen Sätzen, mit einer Frage auf einmal und ohne Verkaufsformeln. In die Tabuliste gehören Themen, zu denen der Assistent nichts sagen soll, etwa Streit unter Erben; berührt eine Frage eines davon, gibt er das Gespräch an das Haus. Die Themengrenze hält ihn bei dem, was das Haus anbietet.
- Anrede und Beileid: Anrede mit Sie, Beileid einmal und schlicht, nicht in jeder Antwort.
- Eine Frage auf einmal: keine Fragebögen und keine Liste von Pflichtangaben am Stück.
- Keine Verkaufsformeln: keine Hinweise auf Angebote oder Pakete, solange niemand danach fragt.
- Grenzen benennen: Fragen zur Frist im eigenen Fall, zu Erbrecht und Kostenübernahme gehen an das Haus.
- Übergabe anbieten: in jedem Gesprächszustand erreichbar, ohne dass jemand begründen muss, warum.
Kurz heißt hier nicht knapp. Eine Antwort auf die Frage, was jetzt zu tun ist, nennt die nächsten Schritte und bietet an, weiterzuerklären, statt alles auf einmal auszubreiten. Wie sich Antworten kurz und trotzdem vollständig halten lassen, beschreibt der Beitrag über die Antwortlänge. Auch die Wartezeit gehört zum Ton: In unserer eigenen Messreihe vom 11.09.2026 lag die Zeit bis zum ersten Zeichen der Antwort im Median bei 1,3 Sekunden, gemessen mit 64 Fragen an den eigenen Assistenten, nicht an Kundenprojekten. Wie die Reihe entstanden ist, steht unter Messreihen.
Erst die Nummer, dann die Antwort
Im Trauerfall misst sich ein Assistent nicht daran, wie viele Fragen er beantwortet, sondern daran, ob die Angehörigen schnell beim Haus ankommen. Alles Weitere erklärt er ruhig, kurz und aus den Texten des Hauses.
Der Wunsch, mit einem Menschen zu sprechen, ist bei XICBOT in jedem Gesprächszustand erreichbar, nicht erst nach einem Fehlversuch. Ist gerade niemand verfügbar, sagt der Assistent das offen und bietet einen Weg an, auf dem sich das Haus meldet, etwa den Rückruf. Wie eine Übergabe mit dem vollen Zusammenhang des Gesprächs aufgebaut ist, beschreibt der Beitrag über die Übergabe an Mitarbeitende.
Angaben zur verstorbenen Person sparsam erfragen
Für einen Rückruf braucht das Haus wenige Angaben: wer schreibt, unter welcher Nummer die Person erreichbar ist und in der Regel, wo sich die verstorbene Person befindet, zu Hause, im Krankenhaus oder im Heim. Mehr gehört nicht in den Chat. Der Assistent wird so eingerichtet, dass er nicht nach der Todesursache, nach Vorerkrankungen oder nach den Umständen des Todes fragt, und Angehörige sollen sie dort auch nicht schildern müssen. Was das Haus darüber hinaus wissen muss, bespricht es am Telefon oder im Gespräch, dort, wo es gebraucht wird. Bei XICBOT sind die Pflichtfelder einer Anfrage je Anliegen einstellbar; für den Trauerfall genügen Name, Rückrufnummer und Ort.
Die Angaben der Angehörigen bleiben personenbezogene Daten. Das Haus legt fest, wer die Gespräche sieht, welche Adresse die Übergaben erhält und wie lange Protokolle aufbewahrt werden. Die rechtliche Einordnung für den eigenen Betrieb gehört in die Hand der oder des Datenschutzbeauftragten.
In fünf Schritten eingeführt
- Erreichbarkeit hinterlegen. Die Rufnummer für Tag und Nacht als Ansprechpartner in den Stammfeldern oder als gepflegte Angabe, dazu Öffnungszeiten, Standorte und Einzugsgebiet.
- Texte sammeln. Ablauf der ersten Stunden, Unterlagenliste, Leistungen, Preisrahmen, Vorsorge und das Angebot zu den Gedenktagen kommen in die Wissensbasis, jeweils in der Fassung, die das Haus auch ausgibt.
- Ton und Grenzen festlegen. Ansprache, Antwortlänge, Tabuliste und Themengrenze, dazu die Regel: im Trauerfall zuerst die Nummer.
- Empfänger bestimmen. Welche Adresse Rückrufbitten und Übergaben erhält, sodass sie auch nachts gelesen werden, und wer Vorsorgeanfragen bestätigt.
- Mit typischen Nachrichten testen. Kurze, unvollständige und aufgewühlte Nachrichten durchspielen, auch solche, die den Notfallpfad auslösen, und die Antworten mit dem Team durchsehen.
Ein Assistent ersetzt im Bestattungshaus weder das Telefonat noch das Gespräch. Er kann dafür sorgen, dass Angehörige auch nachts zuerst die richtige Nummer lesen, dass Rückrufbitten vollständig ankommen und dass wiederkehrende Fragen eine ruhige Antwort aus den eigenen Texten bekommen. Wenn Sie sehen möchten, wie das mit Ihren Texten und Ihrer Bereitschaft aussieht, sprechen Sie uns an.
Häufige Fragen
Ersetzt der Chat den Anruf beim Bestattungshaus?
Nein. Im akuten Trauerfall ist der Assistent so eingerichtet, dass er zuerst die Rufnummer nennt, unter der das Haus Tag und Nacht erreichbar ist, und eine Rückrufbitte anbietet, die an die zuständige Person geht. Er sieht nicht, ob jemand anruft, und kann eine Lage nicht beurteilen. Der Chat ist in der Regel ein zusätzlicher Weg für Menschen, die lieber schreiben, und für die Fragen, die sich nach dem ersten Anruf stellen.
Bis wann muss ein Sterbefall beim Standesamt angezeigt werden?
Nach § 28 PStG ist der Tod eines Menschen dem Standesamt, in dessen Zuständigkeitsbereich er gestorben ist, spätestens am dritten auf den Tod folgenden Werktag anzuzeigen. Im Chat nennt der Assistent diese Frist in der Regel mit Quellenangabe, wenn sie in den Texten des Hauses steht; ob sie im eigenen Fall gewahrt ist, beurteilt er nach der festen Schicht der Systemanweisung nicht und verweist dafür auf das Haus. Ob das Bestattungshaus die Anzeige übernimmt, sagt er, wenn es in den Texten des Hauses steht. Im Einzelfall geben das Haus oder das Standesamt Auskunft.
Wer trägt die Kosten einer Bestattung?
Im Grundsatz der Erbe: Der Erbe trägt die Kosten der Beerdigung des Erblassers (§ 1968 BGB). Kann es den Verpflichteten nicht zugemutet werden, die Kosten zu tragen, werden die erforderlichen Kosten nach § 74 SGB XII übernommen. Im Chat erklärt der Assistent diese Wege in der Regel nicht selbst: Fragen nach Kostenpflicht und Kostenübernahme fallen unter die feste Sperre für Rechtsberatung, und er nennt dann den Weg zum Haus. Ob ein Anspruch besteht, klärt die zuständige Stelle im Einzelfall, und für die eigene Lage ist in der Regel eine fachliche Beratung der richtige Weg.
Nennt der Assistent Preise für eine Bestattung?
In der Regel nur, was das Haus selbst hinterlegt hat, etwa als Preisrahmen in den Stammfeldern oder in seinen Texten, bei Texten mit Quellenangabe, und mit dem Hinweis, dass das verbindliche Angebot vom Haus kommt. Eine Kostenschätzung für den Einzelfall gibt er nicht, weil sie von Bestattungsart, Friedhof, Gebühren und gewünschten Leistungen abhängt. Fragt jemand nach Ratenzahlung, nimmt der Assistent den Wunsch auf, und das Gespräch geht an das Haus; ein verbindliches Finanzierungsangebot gehört zu den festen Sperren.
Kann man im Chat ein Vorsorgegespräch vereinbaren?
Man kann es anfragen. Der Assistent nennt freie Zeiten aus den Terminarten, die das Haus festgelegt hat, und legt nach Bestätigung eine Anfrage an. Verbindlich wird der Termin in der Regel erst, wenn das Haus ihn bestätigt; einen externen Kalender gleicht der Assistent nicht ab. Zu Vorsorgeverträgen, Treuhand oder Versicherungen soll er keine Empfehlung geben, sondern höchstens beschreiben, welche Formen das Haus in seinen Texten nennt.
Fragt der Assistent nach der Todesursache?
In der Regel nicht: Im Bestattungshaus wird der Assistent so eingerichtet, dass er nicht nach der Todesursache fragt. Für einen Rückruf genügen meist Name, Rückrufnummer und der Ort, an dem sich die verstorbene Person befindet. Die Umstände des Todes gehören nicht in den Chat. Nennt eine Nachricht trotzdem Wörter wie Notarzt oder Herzinfarkt, hängt der Dienst den festen Notfallsatz mit den Nummern 112 und 116117 an und übergibt das Gespräch an einen Menschen, der darauf eingehen kann.
Selbst fragen, Assistent dieser Website
Automatischer Assistent